Cho Oyu

Himalaya, Nepal/Tibet (China)

8188 m PD+ / D- (Himalaya-Bergsteigen — Normalweg, Todeszone)5–8h (Lager III → Gipfel); ~40–50 Tage (komplette Expedition)
Berechnen Sie Ihre Höhe

Sauerstoffanalyse — Oximeter

34% KritischVerfügbarer Sauerstoff
55-70%Typische SpO₂ am Gipfel
ExtremAMS-Risiko
35empfohlene Tage

Sauerstoffvergleich

🌊 Meeresspiegel (0 m)100% O₂
🏔️ Cho Oyu34% O₂
🌍 Everest (8.849 m)33% O₂

Erforderliche Vorbereitung

Hochgebirge / technisch

Auf 8188 m, mit 34% verfügbarem Sauerstoff, steigt die wahrgenommene Anstrengung im Vergleich zum Meeresspiegel.

Wie Sie sich vorbereiten

  • Gelegentliches Training: Diese Höhe erfordert Bergsteigerfahrung und spezifische Vorbereitung.
  • Regelmäßiges Training: Planen Sie mehrere Tage progressive Akklimatisierung auf mittleren Höhen.
  • Ausdauertraining: Fitness allein ersetzt keine Akklimatisierung in diesen Höhen.
  • Konsultieren Sie einen Bergmedizin-Spezialisten vor der Abreise.

Route und Weg

3388 m
Höhenunterschied
12 km
Gesamtstrecke
5–8h (Lager III → Gipfel); ~40–50 Tage (komplette Expedition)
Aufstiegszeit
September – Oktober
Beste Jahreszeit

Bergführer

19. Oktober 1954. Herbert Tichy, Sepp Jöchler und Sirdar Pasang Dawa Lama stehen auf dem Gipfel des Cho Oyu — 8188 Meter, sechsthöchster Berg der Erde — ohne Zusatzsauerstoff. Eine leichte österreichische Expedition, fast improvisiert für Himalaya-Verhältnisse. Sie haben es geschafft. Der Cho Oyu war der fünfte jemals bestiegene Achttausender, vier Jahre nach der Annapurna und sechzehn Monate nach dem Everest. Am Gipfel enthält die Luft eben 34% des Sauerstoffs vom Meeresspiegel. Jeder Atemzug liefert etwa ein Drittel von dem, was du gerade einatmest.

Der Cho Oyu liegt auf der Grenze zwischen Nepal und Tibet (China), 20 km westlich des Everest. Der tibetische Name bedeutet Türkisgöttin. Er gilt als der zugänglichste Achttausender — nicht weil er einfach ist, sondern weil sein Normalweg über den Nordwestgrat von der tibetischen Seite aus verhältnismäßig moderates Gelände bietet. Bergsteiger wählen ihn oft als ersten Achtausender. Was sie dabei manchmal unterschätzen: 188 Höhenmeter dieses Weges liegen in der Todeszone.

Steckbrief

AngabeWert
Höhe8188 m ü. NN
MassivHimalaya, Grenze Nepal/Tibet (China)
Namensbedeutung„Türkisgöttin" (Tibetisch)
SchwierigkeitPD+ / D- — Normalweg auf Schnee/Eis mit Felspassage
Höhendifferenz vom Basislager3388 m (BL 4800 m → Gipfel)
Höhendifferenz vom Vorgeschobenen BL2538 m (VBL 5650 m → Gipfel)
Zeit ab Lager III5–8h (L3 7400 m → Gipfel)
Komplette Expedition~40–50 Tage
Beste SaisonSeptember – Oktober (Postmonsun)
AusgangspunktChinesisches Basislager (4800 m)
HochlagerVBL (5650 m), L1 (6400 m), L2 (7100 m), L3 (7400 m)
Erstbesteigung19. Oktober 1954 — Tichy, Jöchler, Pasang Dawa Lama (Österreich)

Route (Normalweg — Nordwestgrat, Tibetseite)

Der Cho Oyu wird fast ausschließlich von der tibetischen Seite bestiegen. Der nepalesische Zugang ist technisch wesentlich anspruchsvoller. Die Standardlogistik führt von Kathmandu durch den tibetischen Grenzübergang zum Basislager per Geländewagen.

Basislager → Vorgeschobenes Basislager (VBL): Die Straße geht per Jeep bis etwa 5300 m weiter, dann Fußmarsch über Moränen. Das VBL auf 5650 m ist das eigentliche Expedition-Hauptquartier — sonnig, geräumig, für himalayische Verhältnisse komfortabel.

VBL → Lager I: Das technische Kernstück dieses Abschnitts ist eine 20–30 Meter hohe Eiswand an festen Seilen (ca. 55–65°). Danach öffnet sich ein geschützter Gletscherkessel, in dem Lager I auf 6400 m steht. Die Fixseile werden jede Saison von Fixseil-Teams neu gelegt.

Lager I → Lager II: Gemischtes Gelände aus Schnee und Fels, Hangneigung 25–40°. Akklimatisierungsrotationen bis L2 und zurück ins VBL gehören zum Standardprotokoll. Im L2 wird während der Rotationen nicht übernachtet.

Lager II → Gipfel: Lager III (7400 m) ist das letzte Lager vor dem Gipfelversuch. Start zwischen Mitternacht und 2 Uhr. Der technische Crux ist halt eine Felspassage von 20–30 m bei etwa 7500–7600 m, Mischgelände. Danach Schneehänge 30–40° bis zum breiten Gipfelplateau — der eigentliche Höchstpunkt liegt am gegenüberliegenden Ende des Plateaus.

Sauerstoff und Akklimatisierung

Auf 8188 m liegt der Luftdruck bei etwa 356 hPa. Jeder Atemzug bringt nur 34% des Sauerstoffs vom Meeresspiegel. Die Todeszone beginnt bei 8000 m — der Cho Oyu liegt 188 Höhenmeter darin. Oberhalb dieser Grenze akklimatisiert sich der Körper nicht mehr. Er verschlechtert sich. Die typische SpO₂ am Gipfel mit Zusatzsauerstoff liegt bei 55–70%.

Das Standard-Akklimatisierungsprotokoll umfasst zwei bis drei Höhenrotationen vom VBL aus — Aufstiege zu L1 und L2, Rückkehr ins VBL — vor dem eigentlichen Gipfelversuch. Die Grundregel gilt auch hier: hoch gehen, tief schlafen. Schwere AMS-Symptome oberhalb von 6000 m — anhaltende Kopfschmerzen, Erbrechen, Ataxie, Verwirrtheit — sind ein medizinischer Notfall: sofortiger Abstieg, Sauerstoff wenn verfügbar.

Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen nur zur Orientierung und ersetzen keinen Rat eines Höhenmedizin-Spezialisten.

Vorbereitung

Mindestvoraussetzung ist doch ein Siebentausender mit Übernachtungen oberhalb von 6500 m. Gletschergelände, Steigeisenmontage auf Steileis, Jumartechnik an Fixseilen — alles das muss sitzen, bevor du an den Cho Oyu denkst. Beste Saison: September–Oktober (Postmonsun). Budget für eine geführte Expedition: 15.000–35.000 USD.


Häufig gestellte Fragen

Wie viel Sauerstoff gibt es auf dem Gipfel des Cho Oyu?

Auf dem Gipfel des Cho Oyu (8188 m) stehen 34% des Sauerstoffs vom Meeresspiegel zur Verfügung. Der Luftdruck sinkt auf etwa 356 hPa. Jeder Atemzug liefert weniger als ein Drittel des gewohnten Sauerstoffs. Fast alle Bergsteiger nutzen Zusatzsauerstoff oberhalb von 7000 m.

Wann ist die beste Zeit für eine Cho Oyu-Besteigung?

September–Oktober ist die Hauptsaison. Der Postmonsun bringt stabile, vorhersehbare Wetterbedingungen. Oktober ist statistisch gesehen der beste Monat für einen Gipfelversuch. Das Frühjahr (April–Mai) ist möglich, aber weniger gebräuchlich auf diesem Berg.

Wie lange dauert eine Cho Oyu-Expedition?

Eine Standardexpedition dauert 40–50 Tage: Anreise über Tibet (5–7 Tage), Akklimatisierungsrotationen (20–30 Tage), Gipfelfenster (5–10 Tage), Abstieg und Rückreise. Einige Veranstalter bieten 28–30-tägige Expeditionen mit vorab durchgeführter Höhenakklimatisierung (Höhenzelt) an.

Bereit für den nächsten Schritt?
Berechne den verfügbaren Sauerstoff und das AMS-Risiko für deine Zielhöhe, oder entdecke ähnliche Gipfel.

Zugang zum vollständigen Leitfaden kostenlos

Geben Sie Ihre E-Mail ein und erhalten Sie sofortigen Zugang + PDF-Download

Was Sie für Cho Oyu brauchen

Hochgebirgsexpedition
Zwei Technische Werkzeuge (Eispickel + Hammer-Pickel)
12-Punkt-Steigeisen mit Anti-Stotter-Platte
Bergstiefel (thermisch, wasserdicht)
UIAA/CE-zertifizierter Kletterhelm
Auf Amazon ansehen
Klettergurt + Gletscherlonge
Auf Amazon ansehen
Vollständiger Eisschraubensatz (verschiedene Längen)
Auf Amazon ansehen
Zwei Halbseile (50–60 m)
LVS-Gerät + Schaufel + Lawinensonde⚠️ Erforderlich im Winter und Frühling/Herbst bei Neuschnee — Lawinenbulletin prüfen (Gefahr ≥ 3)
Auf Amazon ansehen
Hochgebirgsanzug (Komfort −20°C/−30°C)
Auf Amazon ansehen
Lagersystem: Zelt + Schlafsack −30°C
Tragbares Pulsoximeter
Auf Amazon ansehen
Stirnlampe + Ersatzbatterien
Auf Amazon ansehen

Mit einem Kauf über diese Links unterstützt du Oxymeter ohne Mehrkosten — danke! Als Amazon-Partner verdient Oxymeter an qualifizierten Verkäufen.

Richtliste. Passen Sie die Ausrüstung an Wetterbedingungen und Erfahrungsstand an.

War Oxymeter hilfreich für dich?

Hinter Oxymeter steht eine einzige Person: Server, Daten und Arbeitsstunden sind komplett selbstfinanziert — und alles bleibt kostenlos und werbefrei. Wenn du helfen möchtest, kannst du uns einen Kaffee spendieren.

Spendier uns einen Kaffee

Auch eine kleine Geste macht einen großen Unterschied. Danke!

Öffne die Seite für aktuelle Ausrüstungslinks: https://www.oxymeter.it/de/vetta/cho-oyu/

Berechne dein Höhenkrankheitsrisiko

7 Fragen — AMS-Risikoeinschätzung nach WMS-Leitlinien