Mera Peak

Hinku-Tal, Solukhumbu, Nepal

6476 m F/PD− (Gletscherbegehung; Steigeisen und Eispickel Pflicht, Neigungen bis 50°)2 Tage ab Khare: 6–8h zum Hochlager (~5800m) + 5–7h zum Gipfel
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Sauerstoffanalyse — Oximeter

44% KritischVerfügbarer Sauerstoff
65-75%Typische SpO₂ am Gipfel
HochAMS-Risiko
12empfohlene Tage

Sauerstoffvergleich

🌊 Meeresspiegel (0 m)100% O₂
🏔️ Mera Peak44% O₂
🌍 Everest (8.849 m)33% O₂

Erforderliche Vorbereitung

Hochgebirge / technisch

Auf 6476 m, mit 44% verfügbarem Sauerstoff, steigt die wahrgenommene Anstrengung im Vergleich zum Meeresspiegel.

Wie Sie sich vorbereiten

  • Gelegentliches Training: Diese Höhe erfordert Bergsteigerfahrung und spezifische Vorbereitung.
  • Regelmäßiges Training: Planen Sie mehrere Tage progressive Akklimatisierung auf mittleren Höhen.
  • Ausdauertraining: Fitness allein ersetzt keine Akklimatisierung in diesen Höhen.
  • Konsultieren Sie einen Bergmedizin-Spezialisten vor der Abreise.

Route und Weg

1476 m
Höhenunterschied
18 km
Gesamtstrecke
2 Tage ab Khare: 6–8h zum Hochlager (~5800m) + 5–7h zum Gipfel
Aufstiegszeit
April–Mai; Oktober–November
Beste Jahreszeit

Bergführer

Das Hinku-Tal ist halt eines der stillsten Täler im Khumbu-Gebiet. Kein Everest-Basislager-Trubel, keine organisierten Gruppen auf demselben Pfad. Der Mera Peak, auf 6476 Metern, liegt genau hier — Nepals offiziell höchster registrierter Trekkingberg der Nepal Mountaineering Association. Am Gipfel beträgt der Sauerstoff 44% von dem, was du gerade atmest. An klaren Tagen siehst du von oben fünf Achttausender gleichzeitig: Everest, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu und Cho Oyu. Das ist eben kein Panoramafoto — das ist die eigentliche Lektion des Mera Peak.

Der Berg hat drei Gipfel: Mera North (6476 m) ist der höchste Punkt, Mera Central (6461 m) das Ziel der meisten Bergsteiger, Mera South (6065 m) wird selten extra angesteuert. Die Erstbegehung von Mera Central gelang am 20. Mai 1953 — in derselben Woche wie die Everest-Erstbesteigung — durch Colonel J.O.M. Roberts und Sen Tenzing. Die Normalroute ist mit F/PD− bewertet. Neigungen bis maximal 50°, kein Fixseil-Abschnitt wie am Island Peak. Die eigentliche Hürde ist die Höhe — und die nimmt dich doch ernst, wenn du es nicht tust.

Steckbrief

AngabeWert
Höhe6476 m ü. M. (Mera North); Mera Central 6461 m
GebirgeMahalangur-Himalaya — Hinku-Tal, Solukhumbu
LandNepal
SchwierigkeitF/PD− — Gletscher mit Neigungen bis 50°
Höhenunterschied ab Basis~1476 m (Khare ~5000 m → Gipfel 6476 m)
Aufstiegszeit2 Tage ab Khare: 6–8h + 5–7h zum Gipfel
AusgangspunktKhare (Mera Basislager, ~5000 m)
Hochlager~5800 m
Sauerstoff am Gipfel44% des Meeresspiegels
Typische SpO₂ am Gipfel65–75% (akklimatisierte Bergsteiger)
NMA-GenehmigungPflicht
Beste SaisonApril–Mai; Oktober–November

Route

Ausgangspunkt ist ein Flug nach Lukla (2860 m), gefolgt von einem 7–9-tägigen Zustieg durch das Hinku-Tal bis nach Khare (~5000 m). Unterwegs überquert man den Zatrwa-La-Pass (4610 m) und durchquert Dörfer wie Kothe und Thagnag. Dieser Zustieg ist doch keine Zeitverschwendung — er ist die eigentliche Akklimatisation.

Khare → Mera La → Hochlager

~5000 m → 5415 m → ~5800 m | Höhenunterschied: ~800 m | Zeit: 6–8h

Ab Khare geht es zum Mera La (5415 m), dem Gletscherpass auf der Nordseite. Ab hier kommen Steigeisen an die Schuhe. Das Hochlager liegt bei etwa 5800 m auf einer Schneeterrasse. Abmarsch vor dem Morgengrauen.

Hochlager → Gipfel

~5800 m → 6476 m | Höhenunterschied: ~676 m | Zeit: 5–7h

Der Gipfelaufstieg führt über offenen Gletscher mit zunehmend steileren Passagen. Der finale Abschnitt zum Gipfeldom von Mera North erreicht 50°. Eispickel die ganze Zeit in der Hand. Vom Gipfel liegt das Tibetplateau im Norden, das Hinku-Tal 3000 Meter tiefer.

Sauerstoff und Akklimatisation

Auf 6476 m beträgt der Luftdruck rund 450 hPa — 44% des Meeresspiegels. Jeder Atemzug bringt weniger als die Hälfte des gewohnten Sauerstoffs. Der Ruhepuls steigt in den ersten 48 Stunden auf einer neuen Höhe um 10–20 Schläge pro Minute — eigentlich normal. Was nicht normal ist: Kopfschmerzen, die sich verschlimmern, Übelkeit, Koordinationsverlust. Auf dieser Höhe wartet man nicht — man steigt ab.

Nahezu alle Bergsteiger besteigen den Mera Peak ohne Zusatzsauerstoff. Bei guter Akklimatisation liegt die SpO₂ am Gipfel typischerweise zwischen 65 und 75%. Das AMS-Risiko ist als hoch eingestuft. Die Grundregel gilt absolut: nicht mehr als 500 Höhenmeter pro Tag über 3000 m, ohne mindestens eine Ruhennacht auf der neuen Höhe.

Vorbereitung

Ausdauer geht vor Technik — aber Technik ist Pflicht. Auf Gletscher mit Steigeisen gehen, Eispickel zum Bremsen einsetzen, im Seil gehen: das sind keine Extras, das sind Grundvoraussetzungen. Steigeisen das erste Mal auf 5500 m anlegen ist keine Lösung. Ein NMA-zertifizierter Bergführer ist gesetzlich vorgeschrieben und praktisch unverzichtbar.

Wesentliche Ausrüstung: 12-Zacken-Steigeisen, technischer Eispickel, Hochgebirgsstiefel (Doppelschuhe empfohlen), Expeditionsdaunenjacke (Temperaturen bis −20°C am Gipfel), Gletscherbrille Kategorie 4, Gurtsystem und Karabiner, Stirnlampe mit Ersatzbatterien, tragbares Pulsoximeter.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Sauerstoff gibt es am Gipfel des Mera Peak?

Am Gipfel des Mera Peak (6476 m) beträgt der verfügbare Sauerstoff 44% des Meeresspiegels. Der Luftdruck sinkt auf etwa 450 hPa gegenüber 1013 hPa auf Meereshöhe. Nahezu alle Bergsteiger erreichen den Gipfel ohne Zusatzsauerstoff.

Ist der Mera Peak wirklich Nepals höchster Trekkingberg?

Ja — mit einem historischen Vorbehalt. Der Mera Peak wurde lange mit 6654 m angegeben: diese Höhe gehört tatsächlich zum Peak 41, einem benachbarten Gipfel, der in einer offiziellen Liste fälschlicherweise als "Mera" eingetragen wurde. Die korrekte Höhe des Mera Peak (Mera North) ist 6476 m, bestätigt durch die Nepal Mountaineering Association.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Mera Peak und Island Peak?

Beide sind Trekkingberge im Khumbu. Der Mera Peak (6476 m) ist höher und weniger technisch — hauptsächlich offener Gletscher mit moderaten Neigungen. Der Island Peak (6189 m) ist niedriger, aber technisch anspruchsvoller mit einem Fixseil-Eisabschnitt. Mera Peak eignet sich für alle, die hoch hinauswollen mit weniger technischer Herausforderung; Island Peak für eine echte Einführung ins Gletscherbergsteigen.

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