Tosco-Emilianischer Apennin, Modena, Emilia-Romagna, Italien
Auf 2165 m, mit 77% verfügbarem Sauerstoff, steigt die wahrgenommene Anstrengung im Vergleich zum Meeresspiegel.
Der Monte Cimone ist der höchste Gipfel des Norddapennins und der gesamten Region Emilia-Romagna — 2 165 Meter über dem Meeresspiegel, direkt auf der Grenze zwischen den Provinzen Modena und Pistoia. An klaren Tagen reicht der Blick von den Alpen im Norden bis Korsika im Westen. Das ist kein Marketingversprechen — das ist einfach die Wahrheit. Der Gipfel selbst ist alles andere als romantisch: Militärantennen, eine meteorologische Forschungsstation des CNR, eine Madonnenfigur. Trotzdem lohnt es sich. Der Aufstieg über den Südwesthang, durch Buchenwälder und Hochlagen-Almwiesen, ist echt schön. Auf 2 165 m fällt der verfügbare Sauerstoff auf 77% des Meeresspiegels — spürbar im Anstieg, aber kein Grund zur Sorge.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Höhe | 2 165 m ü. M. |
| Gebirge | Tosco-Emilianischer Apennin |
| Regionalpark | Parco Regionale dell'Alto Appennino Modenese |
| Provinz | Modena (Emilia-Romagna) |
| Schwierigkeit | E — Markierte Wanderwege (CAI) |
| Höhenunterschied | 765 m |
| Gesamtdistanz | 11 km (Rundweg) |
| Aufstiegszeit | 3–4h vom Parkplatz Cimoncino |
| Gesamtzeit | ca. 6h (voller Rundweg) |
| Ausgangspunkt | Parkplatz Cimoncino, Fanano (1 400 m) |
| Hauptweg | CAI 445/439 (Seenrundweg) |
| Beste Saison | Mai – Oktober |
Ausgangspunkt ist der Parkplatz Cimoncino in Fanano (1 400 m, Provinz Modena). Von dort folgt man dem CAI-Weg 445 durch einen kühlen Buchenwald — mit einem Trinkwasserbrunnen auf halber Strecke — bis zu einer Weggabelung, wo man auf den Weg 439 wechselt. Auf etwa 1 600 m öffnet sich der Wald zu weitläufigen Hochlagenweiden. Hier sieht man erstmals die Pyramidenform des Cimone mit seinen charakteristischen Antennen.
Kurz vor 1 700 m liegt der Lago Il Terzo, ein kleiner Gletschersee mit grünlich-braunem Wasser. Der Weg umgeht dann den Monte Cimoncino (2 118 m) auf der linken Seite. Der letzte Kammabschnitt ist offen und oft windig. Gipfel nach 3–4 Stunden. Abstieg entweder auf gleichem Weg oder über den Lago della Ninfa zurück nach Fanano — Rundweg von etwa 11 km und 6 Stunden.
Die kürzeste Option: Sentiero dell'Atmosfera (CAI 449) ab Pian Cavallaro (1 878 m) — nur 287 Höhenmeter, Gipfel in gut einer Stunde.
Auf 2 165 m stehen dir 77% des Sauerstoffs vom Meeresspiegel zur Verfügung. Das Herz schlägt eben etwas schneller, die Atmung wird rascher. Das war's. Das Risiko einer akuten Höhenkrankheit (AMS) ist gering — die klinische Schwelle liegt bei etwa 2 500 m, der Monte Cimone ist deutlich darunter. Die typische Sauerstoffsättigung (SpO₂) im Ruhezustand auf dem Gipfel liegt bei 95–98%. Eine Akklimatisation ist nicht notwendig.
Halt aber mal kurz inne: Der Grat über 2 000 m kann brutal windig sein, auch im Juli. Mit Wind sinkt die gefühlte Temperatur um 10–15°C. Eine Windjacke ist kein optionales Extra — die gehört in den Rucksack.
Die physiologischen Angaben dienen zur Information und ersetzen keinen ärztlichen Rat.
Ausrüstung: Wanderschuhe mit Knöchelunterstützung, mindestens 1,5 Liter Wasser, wind- und regenfeste Jacke, Sonnenschutz und Sonnenbrille. Teleskopstöcke erleichtern den Abstieg deutlich.
Beste Zeit: Juli ist der statistisch stabilste Monat. Im Frühling und Herbst sind Gewitter am Nachmittag möglich. Früh starten — vor 8 Uhr — ist immer die bessere Wahl.
Ehrliche Schwierigkeitseinschätzung: Schwierigkeit E bedeutet markierter Weg ohne technische Passagen. Aber 765 Höhenmeter sind halt 765 Höhenmeter. Wer regelmäßig wandert, kommt problemlos durch. Wer sonst nur spazieren geht, sollte vorher ein bisschen trainieren.
Am Gipfel (2 165 m) beträgt der Sauerstoffgehalt 77% des Meeresspiegels, berechnet nach der ICAO Standard Atmosphere Formel. Die typische SpO₂ für eine gesunde Person im Ruhezustand liegt bei 95–98% — praktisch normal.
Nein. AMS wird ab etwa 2 500 m zum klinischen Thema. Der Monte Cimone liegt deutlich darunter. Keine Akklimatisation erforderlich. Bei anhaltenden Kopfschmerzen oder Übelkeit gilt: absteigen — das ist bei jeder Höhe die richtige Entscheidung.
Von Mai bis Oktober. Juli ist am verlässlichsten. Im Winter sind Schneeschuhe oder Skitouren-Ausrüstung nötig — komplett andere Bedingungen.
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