Monti Reatini, Latium, Italien
Auf 2217 m, mit 76% verfügbarem Sauerstoff, steigt die wahrgenommene Anstrengung im Vergleich zum Meeresspiegel.
Hundert Kilometer von Rom. Weniger als zwei Stunden auf der Autobahn. Und doch — auf 2217 Metern fühlt sich die Luft anders an. Der Terminillo ist der Berg der Römer, so nennen sie ihn halt seit Jahrzehnten. Mussolini fuhr 1934 hinauf und wollte, dass die Hauptstadt ihre eigenen Alpen bekommt. Hat nicht ganz geklappt. Was geblieben ist: der höchste Gipfel der Monti Reatini, ein Rundpanorama über den Zentralapennin, und ein Sauerstoffgehalt von 76% des Meeresspiegels. Das ist eben der Unterschied zur Ebene — spürbar, aber nicht gefährlich.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Höhe | 2217 m ü.M. |
| Gebirgsgruppe | Monti Reatini, Zentralapennin |
| Provinz | Rieti, Latium |
| Schwierigkeit | E (Wanderung) |
| Höhendifferenz | 680 m |
| Gesamtdistanz | 11 km hin und zurück |
| Aufstiegszeit | ~3h ab Pian de' Valli |
| Gesamtzeit | ~5h |
| Ausgangspunkt | Pian de' Valli (1537 m) |
| Beste Jahreszeit | Mai – Oktober |
| Weg | Sassetelli-Grat, CAI-Markierung rot-weiß |
Start: Pian de' Valli (1537 m), erreichbar von Rieti über die SP13 Richtung Terminillo. Parken beim Hotel Togo. Der Weg führt zunächst durch den Buchenwald Bosco di Cardito — saftig grün im Sommer, goldgelb im Oktober. Nach etwa 1 km erreicht man die Hütte Rifugio La Fossa (1505 m) in einer kleinen Lichtung. Hier verlässt man die Forststraße und steigt durch den Wald zu einem kleinen Sattel mit Kreuz auf.
Nächster Wegpunkt: die Quelle Acquasanta (1745 m). Frisches Wasser, obligatorische Rast. Weiter geht's am rechten Hang der Costa dei Cavalli hinauf zur Sella di Valle dell'Organo (2100 m) — von hier aus ist der Gipfel schon sichtbar. Rechts abbiegen auf den Sassetelli-Grat: weißer Kalkstein, bei klarer Sicht die Silhouette des Gran Sasso, und unten die Wälder des Reatino wie eine ausgerollte Karte.
Das letzte Stück geht über Geröll und Fels. Kein technischer Abschnitt, aber bei Schnee oder Eis ist Vorsicht angebracht. Das große Metallkreuz markiert den Gipfel.
Abstieg auf demselben Weg: rund 2h20.
Auf 2217 Metern beträgt der Luftdruck etwa 776 hPa, auf Meereshöhe sind es 1013 hPa. Jeder Atemzug liefert 24% weniger Sauerstoff als in der Ebene. Die Ruheherzfrequenz steigt in der ersten Stunde leicht, bei anhaltender Belastung atmet man schneller — das ist normal. Die Blutsauerstoffsättigung (SpO₂) eines gesunden Erwachsenen liegt typischerweise zwischen 93 und 97%, also im Normalbereich. Das AMS-Risiko ist gering: Die Höhenkrankheit entwickelt sich hauptsächlich oberhalb von 2500 m mit Übernachtung in der Höhe, und den Terminillo macht man als Tagesausflug. Keine Akklimatisierung nötig.
Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keinen ärztlichen Rat.
Ausrüstung: Knöchelhohe Wanderstiefel, mindestens 1,5 Liter Wasser, Regenjacke, Teleskopstöcke. Der Grat ist exponiert — Sonnenschutz und Sonnenbrille sind sinnvoll. Wann: Mai bis Oktober. August-Wochenenden meiden — dann flieht halb Rom hierher.
Am Gipfel (2217 m) beträgt der verfügbare Sauerstoff 76% des Meeresspiegels, berechnet nach der ICAO-Standardatmosphäre. Jeder Atemzug liefert etwa 24% weniger O₂ als in der Ebene. Die typische SpO₂ eines gesunden Erwachsenen liegt zwischen 93 und 97% — normale Werte für diese Höhe.
Das Risiko ist sehr gering. AMS tritt hauptsächlich oberhalb von 2500 m mit Übernachtung auf. Der Terminillo (2217 m) ist ein Tagesausflug ohne Akklimatisierungsbedarf. Bei anhaltenden Kopfschmerzen oder Übelkeit gilt: absteigen. Das ist eben die wirksamste Maßnahme, auf jeder Höhe.
Ab Pian de' Valli etwa 3 Stunden für einen durchschnittlich trainierten Wanderer, Abstieg rund 2h20. Gesamttour: 5 bis 5,5 Stunden. Startzeit nicht nach 9:00 Uhr — im Sommer können nachmittags Gewitter aufziehen.
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